Belimumab
Biologikum · BLyS/BAFF-Inhibitor
Fachinformation: Präparateauswahl
Kurzzusammenfassung
IndikationenAktiver, Autoantikörper-positiver SLE trotz Standardtherapie: i.v. ab 5 Jahren, s.c. form-/gewichtsabhängig. Aktive Lupusnephritis mit immunsuppressiver Basistherapie: Erwachsene.
DosierungErwachsene: 200 mg s.c. wöchentlich; bei neuer Lupusnephritis 400 mg wöchentlich für 4 Wochen, danach 200 mg. i.v. 10 mg/kg an Tag 0, 14, 28, danach alle 4 Wochen.
Besondere SicherheitsmaßnahmenDepression/Suizidalität vor Beginn und im Verlauf beurteilen; bei Verdacht auf progressive multifokale Leukenzephalopathie Therapie pausieren und neurologisch abklären.
Wirkmechanismus

Belimumab ist ein humaner monoklonaler IgG1λ-Antikörper gegen lösliches BLyS/BAFF. Durch Blockade der Bindung von BLyS an BLyS/BAFF-Rezeptoren auf B-Zellen wird das Überleben von B-Zellen einschließlich autoreaktiver B-Zellen vermindert und die Differenzierung zu Immunglobulin-bildenden Plasmazellen reduziert.

Indikationen
BereichAnwendung
SLEZusatztherapie bei aktivem, Autoantikörper-positivem SLE mit hoher Krankheitsaktivität trotz Standardtherapie. I.v. ab 5 Jahren; s.c. Fertigpen ab 5 Jahren und ≥15 kg, Fertigspritze für Erwachsene. [1]

Therapieeinordnung: Bei klinisch unzureichender Kontrolle unter Hydroxychloroquin und höchstens 5 mg Prednisolon-Äquivalent/Tag zusätzliche immunsuppressive/immunmodulierende Therapie; Belimumab eine der Optionen. Kein obligates vorheriges Versagen eines konventionellen Immunsuppressivums; keine Leitlinienrangfolge gegenüber Anifrolumab. [2]

LNAktive Lupusnephritis bei Erwachsenen in Kombination mit immunsuppressiven Basistherapien. [1]
Dosierung und Anwendung

Subkutan – SLE (Erwachsene): 200 mg einmal wöchentlich. [1]

Subkutan – aktive Lupusnephritis (Erwachsene): bei Neubeginn 400 mg einmal wöchentlich für 4 Wochen, danach 200 mg einmal wöchentlich. Bei bereits laufender Belimumab-Therapie 200 mg einmal wöchentlich. [1]

Intravenös – SLE (Erwachsene): 10 mg/kg Körpergewicht an den Tagen 0, 14 und 28, anschließend alle 4 Wochen; Infusionsdauer 1 Stunde. [1]

Intravenös – aktive Lupusnephritis (Erwachsene): 10 mg/kg Körpergewicht an den Tagen 0, 14 und 28, anschließend alle 4 Wochen; Infusionsdauer 1 Stunde. [1]

Bei aktiver Lupusnephritis Kombination mit Corticosteroiden und Mycophenolat oder Cyclophosphamid zur Induktion sowie Mycophenolat oder Azathioprin zur Erhaltung.

Ältere Patienten: keine Dosisanpassung, aber Vorsicht wegen begrenzter Daten. Nierenfunktionsstörung: keine Dosisanpassung erforderlich, bei Niereninsuffizienz wegen begrenzter Daten Vorsicht. Leberfunktionsstörung: Dosisanpassung wahrscheinlich nicht erforderlich.

IndikationErste subkutane Gabe
SLE1–4 Wochen nach letzter i.v. Dosis; alters-/gewichtsbezogenes s.c. Schema.
Lupusnephritis (Erwachsene)200 mg 1–2 Wochen nach letzter i.v. Dosis, anschließend wöchentlich. Umstellung nach mindestens zwei i.v. Gaben möglich.

Bei versäumter s.c. Dosis möglichst bald nachholen; danach den bisherigen Injektionstag fortführen oder ab dem Nachholtag neu planen. [1]

Pädiatrische Dosierungen

Körpergewicht Subkutane Dosis mit Fertigpen
≥50 kg 200 mg einmal wöchentlich
30 bis <50 kg 200 mg alle 10 Tage
15 bis <30 kg 200 mg alle 2 Wochen

Unter 10 Jahren verabreicht medizinisches Fachpersonal oder eine geschulte Betreuungsperson den Fertigpen. Für die Fertigspritze besteht keine pädiatrische Dosierungsempfehlung. [1]

SLE, 5 bis <18 Jahre, i.v.: 10 mg/kg an den Tagen 0, 14 und 28, anschließend alle 4 Wochen; Infusion über 1 Stunde. [1]

Lupusnephritis – Therapieeinordnung (Erwachsene)

Proliferative Lupusnephritis – deutsche S3: Eine initiale Kombination aus Belimumab und Mycophenolat oder niedrig dosiertem i.v. Cyclophosphamid, jeweils mit Glukokortikoiden, sollte abgewogen werden.[2]

EULAR-LN 2025: Frühe Kombination aus Belimumab und Mycophenolat oder niedrig dosiertem i.v. Cyclophosphamid für aktive LN empfohlen, besonders bei ungünstigen Prognosefaktoren. Als Alternative kommt ein einzelnes Immunsuppressivum zusätzlich zu Glukokortikoiden infrage. Nach renalem Ansprechen die wirksame Belimumab-Kombination fortführen; Cyclophosphamid dabei durch Mycophenolat oder Azathioprin ersetzen. Immunsuppressive Behandlung mindestens 3 Jahre nach renalem Ansprechen.[3]

Vor Therapiebeginn

Allgemeinstatus mit besonderem Augenmerk auf aktive Infektionen; Belimumab darf bei aktiven schweren Infektionen nicht eingesetzt werden.

Risiko für Depressionen und Suizidalität anhand Anamnese und aktuellem psychiatrischem Zustand vor Beginn bewerten.

DGRh empfiehlt Basislabor mit großem Blutbild, GOT, GPT und Kreatinin sowie Überprüfung/Aktualisierung des Impfstatus. [4]

Belimumab wurde u. a. bei HIV, früherer/aktueller Hepatitis B oder C, Hypogammaglobulinämie (IgG <400 mg/dl), IgA-Mangel (<10 mg/dl) sowie nach bestimmten Organ-/Stammzelltransplantationen nicht untersucht und wird dort nicht empfohlen.

Schwerer aktiver ZNS-Lupus: nicht untersucht; die Anwendung wird nicht empfohlen. [1]

Tuberkulose – klassenbezogenes DZK-Vorgehen: Bei unzureichender substanzspezifischer Datenlage Anamnese, klinische Untersuchung, IGRA und Thorax-Röntgen; aktive Tuberkulose ausschließen. Bei LTBI präventive Therapie. Kürzere Schemata bevorzugen: Rifampicin 4 Monate oder Rifampicin plus Isoniazid 3 Monate; alternativ Isoniazid 9 Monate. Wechselwirkungen und Resistenzanamnese beachten. Allgemeine Empfehlung für neuere Biologika, keine quantifizierte Belimumab-Risikokategorie. [5][6]

Fachinformation: Kein eigenständiges routinemäßiges LTBI-Screeningprogramm; die klassenbezogene DZK-Empfehlung und das individuelle Infektionsrisiko zusätzlich berücksichtigen. [1][6]

HBV-Screening: HBsAg, Anti-HBc und Anti-HBs; bei HBsAg+ oder Anti-HBc+ zusätzlich HBV-DNA. [7]

HBV-Risiko: Substanzspezifisch unzureichend quantifiziert; Prophylaxe und Kontrollen hepatologisch nach Serostatus und Gesamtregime festlegen. [7]

Gesamtrisiko: Glukokortikoiddosis/-dauer, weitere Immunsuppression sowie Chemo-/Transplantationsregime berücksichtigen. Anti-HBs+ schließt bei Anti-HBc+ eine Reaktivierung nicht aus. Wenn erforderliche HBV-Kontrollen nicht gesichert sind: Prophylaxe. [7][8]

Kontrollen ohne Prophylaxe: Bei HBsAg+ und niedrigem Gesamtrisiko HBV-DNA/ALT spätestens alle 8 Wochen; bei HBsAg−/Anti-HBc+/HBV-DNA− HBsAg, HBV-DNA und ALT alle 1–3 Monate. Bei neuem DNA-Nachweis oder HBsAg-Reversion sofort antiviral behandeln, vor Hepatitis. [7]

Prophylaxe: Entecavir oder Tenofovir (TDF/TAF) vor Immunsuppression beginnen, währenddessen und danach 6–12 Monate (bei B-Zell-Depletion mindestens 18 Monate) fortführen. Nach Absetzen weiter überwachen; bei eigenständiger HBV-Therapieindikation länger behandeln. [7]

Impfung: Bei HBsAg−/Anti-HBc− und fehlendem Impfschutz möglichst vor Immunsuppression impfen; Schema und Erfolgskontrolle. [7][9]

Beginn unter LTBI-Prävention: Die gemeinsame Stellungnahme DZK/DGRh/DDG 2021 empfiehlt mindestens 4 Wochen präventive Therapie vor der Immunsuppression. Die S2k-Leitlinie 2022 bezeichnet den frühestmöglichen Start als nicht gesichert und beschreibt 4–8 Wochen als in der Literatur sicher angesehenen Vorlauf. Bei dringlicher Immunsuppression Zeitpunkt interdisziplinär unter Berücksichtigung der Grunderkrankung und des Präventionsverlaufs festlegen. [5][6]

Kontrollen

Infusionen: Mindestens nach den ersten zwei Gaben für einige Stunden klinisch nachbeobachten; verzögerte oder erneut auftretende Überempfindlichkeit berücksichtigen. Notfallbehandlung muss verfügbar sein. [1][4]

Krankheitsaktivität kontinuierlich überwachen; bei SLE nach 6 Monaten ohne Verbesserung Abbruch in Erwägung ziehen.

Auf Infektionen, neue oder zunehmende depressive/suizidale Symptome, Hautreaktionen und neurologisch-psychiatrische Zeichen einer PML achten.

DGRh: Sicherheits- und Aktivitätsparameter (BSG, CRP, großes Blutbild, GOT) nach ca. 4 Wochen, danach je nach Krankheitsaktivität etwa alle 3 Monate. [4]

DGRh: C3, C4 und Anti-dsDNA je nach Krankheitsaktivität etwa alle 3–6 Monate. [4]

Nierenbeteiligung – S3 SLE: Ohne bekannte Lupusnephritis alle 3 Monate auf Proteinurie testen; bei Verdacht auf Nierenbeteiligung weiterführende Diagnostik. [2]

Therapieunterbrechung und Absetzen

Schwere Überempfindlichkeits-/Infusionsreaktion: Verabreichung unterbrechen und geeignete Therapie einleiten.

Bei Infektion während der Therapie engmaschig überwachen; Unterbrechung der immunsuppressiven Therapie einschließlich Belimumab bis zur Überwindung der Infektion sorgfältig abwägen.

Bei neuen oder zunehmenden Depressionen/Suizidgedanken oder -verhalten Therapieabbruch in Betracht ziehen.

Bei Verdacht auf PML immunsuppressive Therapie einschließlich Belimumab aussetzen, bis PML ausgeschlossen ist; bei bestätigter PML absetzen.

Bei Zeichen von SJS/TEN sofort absetzen; nach bestätigtem SJS/TEN niemals wieder anwenden.

Perioperativ: Indikations- und quellenbezogene Empfehlungen im Abschnitt Operationen.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Belimumab oder einen sonstigen Bestandteil.[1]

Die weiteren in Abschnitt 4.4 aufgeführten Situationen sind Warnhinweise bzw. „nicht empfohlen“-Konstellationen und keine zusätzlichen formalen Gegenanzeigen nach Abschnitt 4.3.[1]

Nebenwirkungen und Maßnahmen
Organsystem Häufigkeit Nebenwirkungen
Infektionen Sehr häufig Bakterielle Infektionen, z. B. Bronchitis, Harnwegsinfekt
Infektionen Häufig Virale Gastroenteritis, Pharyngitis, Nasopharyngitis, virale Infektion der oberen Atemwege
Blut/Lymphsystem Häufig Leukopenie
Immunsystem Häufig Überempfindlichkeitsreaktionen
Immunsystem Gelegentlich Anaphylaktische Reaktion
Immunsystem Selten Nicht-akute Überempfindlichkeitsreaktionen vom verzögerten Typ
Psychiatrisch Häufig Depression
Psychiatrisch Gelegentlich Suizidverhalten, Suizidgedanken
Nervensystem Häufig Migräne
Gastrointestinal Häufig Diarrhö, Übelkeit
Haut Häufig Reaktionen an der Injektionsstelle, Urtikaria, Ausschlag
Haut Gelegentlich Angioödem
Haut Nicht bekannt Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse
Bewegungsapparat Häufig Schmerzen in den Extremitäten
Allgemein Häufig Systemische Reaktionen im Zusammenhang mit Infusion/Injektion, Fieber
Wechselwirkungen

Die verfügbaren Daten unterstützen nicht die gemeinsame Anwendung von Rituximab mit Belimumab bei SLE; bei anderen B-Zell-gerichteten Therapien ist Vorsicht geboten.

Bei CYP-Substraten mit enger therapeutischer Breite und individuell angepasster Dosis (z. B. Warfarin) bei Beginn oder Absetzen von Belimumab therapeutische Überwachung in Erwägung ziehen.

DGRh rät von der Kombination mit anderen Biologika ab. [4]

Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft: Anwendbar, wenn zur wirksamen Kontrolle der mütterlichen Erkrankung erforderlich. [10]

Stillzeit: Mit dem Stillen vereinbar. [10]

Väterlicher Kinderwunsch: Fortführung möglich. [10]

Säuglingsimpfungen: Totimpfstoffe nach regulärem Impfplan. Nach intrauteriner Exposition im 2./3. Trimenon Lebendimpfungen bis zum Alter von 6 Monaten verschieben. Nach Gabe in der zweiten Schwangerschaftshälfte mögliche vorübergehende B-Zell-Depletion oder Zytopenien beim Neugeborenen berücksichtigen. [10]

Fachinformation: Zuverlässige Verhütung während der Therapie und mindestens 4 Monate danach. Schwangerschaftsanwendung nur bei überwiegendem maternalen Nutzen. Stillen oder Therapie unter Abwägung des Nutzens für Kind und Mutter fortführen beziehungsweise unterbrechen. [1]

Impfungen

Lebendimpfstoffe sollen in den letzten 30 Tagen vor sowie während der Anwendung nicht verabreicht werden.[1]

Nichtlebendimpfstoffe: Nach DGRh können und sollen indizierte Impfungen erfolgen. [4]

Empfohlene Nichtlebendimpfstoffe

Auswahl für Erwachsene nach Alter, Grunderkrankung, Impfstatus und Gesamtimmunsuppression. [9]

ImpfungIndikation / Schema
InfluenzaJährlich bei Immunsuppression/entsprechender Grunderkrankung oder ab 60 Jahren; inaktivierter Impfstoff, ab 60 Jahren Hochdosis- oder MF59-adjuvantiert.
COVID-19Jährlich bei relevanter Immunsuppression/weiterem Risikofaktor oder ab 75 Jahren, bevorzugt Spätsommer/Frühherbst. Bei ausgeprägter Immundefizienz zusätzliche Dosen/verkürzte Abstände individuell. [11]
Pneumo­kokkenPCV20 bei Immunsuppression/entsprechender Grunderkrankung oder ab 60 Jahren. Nach PCV13/15 ≥1 Jahr; nach PPSV23 ≥6 Jahre, bei ausgeprägter Immundefizienz gegebenenfalls ≥1 Jahr. Vor Therapiebeginn in Betracht ziehen. [1]
Herpes zosterAb 18 Jahren bei Immundefizienz oder schwerer Grunderkrankung; ab 60 Jahren generell. Adjuvantierter Totimpfstoff: 2 Dosen im Abstand von 2–6 Monaten; möglichst vor Immunsuppression.
Hepatitis BBei fehlendem Impfschutz und (geplanter) Immunsuppression. Anti-HBs 4–8 Wochen nach der Impfserie kontrollieren; Ziel ≥100 IE/l.
RSVEinmalig ab 75 Jahren; mit 60–74 Jahren bei schwerer Grunderkrankung/Immundefizienz oder Pflegeheimbewohnenden. Möglichst vor der RSV-Saison.

Weitere Impfungen: Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Polio, HPV und altersgemäß Meningokokken-ACWY nach Impfkalender vervollständigen; Hepatitis A, FSME, Meningokokken B und Hib bei zusätzlicher Indikation. Bei Kindern und Jugendlichen altersgerechte STIKO-Schemata verwenden. [9]

Operationen

DGRh-Arztinformation 03/2026: Einmalige Pause in der Operationswoche; Wiederbeginn nach Wundheilung. [4]

Übergreifende DGRh-Empfehlung: Bei größeren elektiven Eingriffen beziehungsweise erhöhtem Infektionsrisiko pausieren und den Eingriff am Ende des jeweiligen Therapieintervalls planen; s.c. wöchentliches und i.v. vierwöchentliches Schema unterscheiden. Wiederbeginn nach ausreichender Wundheilung und bei Infektionsfreiheit. [12]

ACR/AAHKS – elektive Hüft-/Knieendoprothetik: Bei schwerem SLE Fortführung bedingt empfohlen, nach Abstimmung mit der Rheumatologie; s.c. Operation jederzeit, i.v. in Woche 4. Bei nicht schwerem SLE vor dem Eingriff pausieren; bei wöchentlicher s.c. Gabe Operation in Woche 2, bei monatlicher i.v. Gabe in Woche 5. [13]

Alltag und Handhabung

Produkt und Charge dokumentieren. Erste s.c. Gabe unter fachlicher Aufsicht in einem für Überempfindlichkeitsreaktionen geeigneten Umfeld; Selbstinjektion bzw. Betreuungsperson nach Eignungsprüfung und Schulung. I.v. Gabe durch medizinisches Fachpersonal. [1]

Handelspräparate, Wirkstärken und Besonderheiten

Fertigpen/Fertigspritze: Bei 2–8 °C lichtgeschützt lagern, nicht einfrieren. Außerhalb des Kühlschranks bei höchstens 25 °C innerhalb von 12 Stunden verwenden; danach verwerfen. [1]

Benlysta 200 mg/ml Fertigpen

GSK; SLE ab 5 Jahren und ≥15 kg; bei 5- bis <18-Jährigen gewichtsabhängiges Intervall. Erwachsene mit SLE oder aktiver Lupusnephritis: Schema siehe Dosierung. [1]

Benlysta 200 mg/ml Fertigspritze

GSK; SLE oder aktive Lupusnephritis bei Erwachsenen. Für Kinder/Jugendliche keine Dosierungsempfehlung für diese Darreichungsform. [1]

Benlysta 120 mg / 400 mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

GSK; i.v. 10 mg/kg. SLE ab 5 Jahren; aktive Lupusnephritis bei Erwachsenen. [1]

Überdosierung und Antidot

Begrenzte Erfahrungen. Zwei i.v. Dosen bis 20 mg/kg im Abstand von 21 Tagen führten nicht zu einer erhöhten Inzidenz oder Schwere von Nebenwirkungen. Bei versehentlicher Überdosierung sorgfältig überwachen und supportive Behandlung durchführen.[1]

Quellen und Links

[ELN] EULAR-LN 2025 – Originalempfehlungen
Fanouriakis et al. Ann Rheum Dis 2026;85(1):75–90. Empfehlungen 4–6; frühe Kombination, Auswahl von CYC-Regimen und Fortführung nach renalem Ansprechen.
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