Colchicin
Antiinflammatorikum · Mikrotubuli-Hemmung
Kurzzusammenfassung
- Indikationen
Gichtanfall und Anfallsprophylaxe bei Beginn einer Harnsäuresenkung · FMF. CPPD und Behçet-Syndrom (Off-Label).
- Gegenanzeigen (Auswahl)
Schwere Nieren- oder Leberfunktionsstörung; Störungen des Blutbilds.[2]
- Besondere Sicherheitsmaßnahmen
Geringe therapeutische Breite. Bei Erbrechen oder Diarrhö sofort absetzen und Toxizität abklären. Interaktionen vor jeder Neuverordnung prüfen; besonders Clarithromycin, Azole und Ciclosporin.[2]
Wirkmechanismus
Tubulinbindung und Hemmung der Mikrotubuli-Funktion; Beeinflussung neutrophiler Entzündungsreaktionen. Antiinflammatorische Wirkung; die Harnsäuresenkung erfolgt durch eine separate Therapie.[2]
Indikationen
Indikation | Anwendungsbereich |
|---|---|
Gicht | Akuter Gichtanfall bei Erwachsenen; Anfallsprophylaxe während der Einleitung einer uratsenkenden Therapie. |
Familiäres Mittelmeerfieber (FMF) | Erwachsene, Kinder und Jugendliche: Prävention von Fieberschüben und Amyloidose. |
Colxi – kardiovaskuläre Indikation: Zusätzlich zur Standardtherapie zur Prophylaxe ischämischer kardiovaskulärer Ereignisse bei Erwachsenen mit atherosklerotischer koronarer Herzerkrankung und kürzlich stattgehabtem Myokardinfarkt. Eigenes Dosisschema und Gegenanzeigen; siehe Handelspräparate. [5]
Off-Label-Anwendungen
CPPD (Off-Label): Anfallsprophylaxe und chronische CPP-Kristallarthritis; niedrig dosiertes Colchicin als Option.[6]
Behçet-Syndrom (Off-Label): Colchicin als Erstlinienoption bei rezidivierenden mukokutanen und artikulären Manifestationen nach EULAR-Update 2025. Organbedrohende Manifestationen gesondert behandeln.[7]
Dosierung und Anwendung
Indikation | Dosis und Dauer |
|---|---|
Akuter Gichtanfall | 0,5 mg 2–3× täglich; je nach Präparat gegebenenfalls initial 1 mg. Möglichst früh beginnen. Gesamtdosis einschließlich Anfangsdosis maximal 6 mg je Zyklus. Beenden bei abgeklungenem Anfall, früher bei gastrointestinalen Beschwerden oder ausbleibender Besserung nach 2–3 Tagen. Neuer Zyklus frühestens 72 Stunden nach dem Ende des vorherigen.[8][2] |
Gicht-Anfallsprophylaxe | 0,5–1 mg täglich, laut FI abends. Deutsche S3: bei Einleitung eines Xanthinoxidasehemmers für 3–6 Monate erwägen; bei Febuxostat empfiehlt dessen FI mindestens 6 Monate.[8][2][9] |
FMF | EULAR/PReS: initial meist 1–1,5 mg/Tag; FI-Erwachsenenbereich 1–3 mg/Tag. Schrittweise nach Krankheitskontrolle und Verträglichkeit steigern; mindestens eine Woche zwischen Steigerungen. Bei Tagesdosen >1 mg Aufteilung auf zwei Einnahmen möglich. Langfristige kontinuierliche Behandlung; im FMF-Schub die reguläre Tagesdosis fortführen.[1][2] |
CPPD-Prophylaxe / chronische CPP-Arthritis | 0,5–1 mg/Tag (Off-Label); Organfunktion und Interaktionen berücksichtigen.[6] |
Gicht-Zyklus und FMF-Dauertherapie: Die 6-mg-Gesamtgrenze und die 72-Stunden-Zykluspause betreffen die akute Gichtbehandlung. Bei FMF gilt das kontinuierliche Tagesdosisschema.[1][2]
Tabletten mit einem Glas Wasser einnehmen. Die konkret verordnete Tages- beziehungsweise Zyklusdosis schriftlich festhalten.[2]
Pädiatrische Dosierungen – FMF
Alter | Anfangsdosis |
|---|---|
Unter 5 Jahren | 0,5 mg täglich. |
5–10 Jahre | 1 mg täglich. |
Über 10 Jahre | 1,5 mg täglich. |
Pädiatrisch-fachärztliche Steuerung. Bei amyloider Nephropathie nennt die FI erforderlichenfalls bis zu 2 mg/Tag; EULAR/PReS nennt für Kinder eine Höchstdosis von 2 mg/Tag. Für eine erforderliche 0,25-mg-Dosis eine geeignete Darreichung wählen; die hier genannten Tabletten sind dafür ungeeignet. Gichtzulassung: Erwachsene.[1][2]
Behçet-Syndrom – eigenständiges Dauerregime
Mukokutaner / artikulärer Befall (Off-Label): EULAR empfiehlt Colchicin als Erstlinienoption.[7]
Anwendung | Regime und Einordnung |
|---|---|
In kontrollierter Studie verwendetes Regime | 1–2 mg/Tag p.o., körpergewichtsangepasst; untersucht bei Erwachsenen mit mukokutaner Erkrankung ohne Augen- oder schwere Organbeteiligung. Dauerregime, angepasst an Verträglichkeit und Organfunktion.[10] |
Dosisanpassung
Konstellation | Dosis / Konsequenz |
|---|---|
Gicht: leichte bis mittelschwere Nieren- oder Leberfunktionsstörung | 0,5 mg/Tag; engmaschige Prüfung auf Toxizität. |
FMF: leichte bis mittelschwere Nieren- oder Leberfunktionsstörung | Anfangsdosis um 50 % reduzieren, beispielsweise auf ≤1 mg/Tag; weitere Steuerung nach Ansprechen und Verträglichkeit. |
Schwere Nieren- oder Leberfunktionsstörung | Kontraindiziert. Die DGRh nennt für die Nierenfunktion eine GFR <30 ml/min als Ausschlussgrenze. |
Hohes Alter / Gebrechlichkeit | Dosierung anhand von Organfunktion, Komedikation und Verträglichkeit; erhöhte Aufmerksamkeit für Toxizität. |
Vor Therapiebeginn
Interaktionsprüfung: einschließlich kurzfristiger Antibiotika-/Antimykotikatherapien, antiviraler Medikamente, Statine und pflanzlicher Präparate. Nieren- und Leberfunktion, Blutbildstörungen und vorausgegangene neuromuskuläre Beschwerden erfassen.[2]
DGRh-Basislabor: Differenzialblutbild, Kreatinin, AST/ALT, CK; CRP beziehungsweise BSG und Harnsäure entsprechend der Indikation.[11]
Kontrollen
Zeitpunkt / Anlass | Kontrolle |
|---|---|
Erste 3 Monate | Etwa alle 4 Wochen: Differenzialblutbild, ALT, γ-GT, CK und Kreatinin; Aktivitätsparameter nach Grunderkrankung.[11] |
Stabile normale Werte ab Monat 4 | Etwa alle 8–12 Wochen; kürzere Intervalle bei Organfunktionsänderung, relevanter Komedikation oder Beschwerden.[11][2] |
FMF-Verlauf | Schubfrequenz, Einnahmetreue, CRP und bevorzugt Serum-Amyloid A; Proteinurie mindestens jährlich prüfen. Dosissteigerung beziehungsweise ergänzende Therapie bei fortbestehender Entzündung fachärztlich steuern.[1] |
Neue Muskelschwäche, Myalgien oder dunkler Urin | CK und Nierenfunktion zeitnah prüfen; Myopathie/Rhabdomyolyse abklären.[11][2] |
FMF: Leberenzyme >2× obere Normgrenze | Nach EULAR/PReS Colchicindosis reduzieren und Ursachen fachärztlich abklären; auch unzureichend kontrollierte FMF-Entzündung kann Leberwerte erhöhen. Bei Toxizitätszeichen gelten die Absetzregeln unten. [1] |
Wirkbeginn und Therapiebeurteilung
Beim akuten Gichtanfall Wirkung innerhalb von Stunden zu erwarten; ausbleibende Besserung nach 2–3 Tagen führt zur Beendigung des Zyklus und klinischen Neubewertung.[11][2]
Bei FMF stehen Schubkontrolle und Unterdrückung der subklinischen Entzündung im Vordergrund. Vor Eskalation Einnahmetreue und maximal verträgliche Dosis prüfen; bei unzureichender Kontrolle ergänzende IL-1-Hemmung erwägen.[1]
Therapieunterbrechung und Absetzen
Erbrechen, Diarrhö oder andere Toxizitätszeichen: Colchicin sofort absetzen, Einnahmedosis und Komedikation klären; Blutbild, Organfunktion und Elektrolyte nach klinischer Situation kontrollieren. Bei Überdosierungsverdacht umgehende Krankenhausabklärung.[2]
Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen Colchicin oder Bestandteile; Störungen des Blutbilds, schwere Nierenfunktionsstörung oder schwere Leberfunktionsstörung.[2]
Colxi zusätzlich: Gleichzeitige Behandlung mit starken P-gp- oder starken CYP3A4-Inhibitoren ist laut eigener FI kontraindiziert, unabhängig von der Organfunktion. Die FI nennt eGFR <30 ml/min als schwere Nierenfunktionsstörung. [5]
Nebenwirkungen und Maßnahmen
Befund | Einordnung / Maßnahme |
|---|---|
Abdominalschmerz, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö | Häufig. Als mögliche frühe Toxizität werten; absetzen und abklären. |
Knochenmarkdepression, Myopathie/Rhabdomyolyse, Neuropathie, Lebertoxizität | Häufigkeit in der FI nicht quantifiziert. Therapie unterbrechen; gezielte Blutbild-, Organ- beziehungsweise neuromuskuläre Diagnostik. |
Vitamin-B12-Mangel, Alopezie, Oligo-/Azoospermie | Bei entsprechendem klinischem Befund abklären; Therapie und Dosis individuell bewerten. |
Wechselwirkungen
Kombination | Konsequenz |
|---|---|
CYP3A4-/P-gp-Inhibitoren | Erhöhte Colchicinexposition bis zur lebensbedrohlichen Toxizität. Bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion diese Kombinationen vermeiden. Bei erhaltener Organfunktion erforderlichenfalls Colchicindosis reduzieren und engmaschig überwachen; Alternativmedikation bevorzugt prüfen. |
Statine, Fibrate, Ciclosporin, Digoxin | Erhöhtes Myopathie-/Rhabdomyolyserisiko; neue Muskelbeschwerden unmittelbar abklären. |
Grapefruitsaft | Während der Behandlung meiden. |
CYP3A4: Cytochrom-P450-Isoenzym 3A4; P-gp: P-Glykoprotein.[2]
Colxi: Für starke P-gp-/CYP3A4-Inhibitoren gilt die oben genannte Gegenanzeige; das Dosisreduktionsvorgehen der Gicht-/FMF-Präparate ist darauf nicht übertragbar. [5]
Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft: Mit der Schwangerschaft vereinbar, üblicherweise 1–2 mg/Tag; bei FMF Therapie fortführen. [12]
Stillzeit: Mit dem Stillen vereinbar. [12]
Väterlicher Kinderwunsch: Fortführung möglich. [12]
Fachinformation – FMF: Anwendung in der Schwangerschaft nach Nutzen-Risiko-Abwägung; in der Stillzeit zwischen Stillen und Therapie anhand des jeweiligen Nutzens entscheiden. Bei männlichem Kinderwunsch individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung. [2]
Fachinformation – Gicht: Schwangerschaftsanwendung nur bei ungeeigneten Behandlungsalternativen erwägen. Kontrazeption für Frauen während und mindestens 3 Monate danach; Zeugung während und mindestens 6 Monate danach vermeiden. Anwendung in der Stillzeit vermeiden. [2]
Impfungen
STIKO-empfohlene Impfungen können unter Colchicin erfolgen. Zusätzliche Einschränkungen durch begleitende Immunsuppressiva berücksichtigen.[11]
Empfohlene Nichtlebendimpfstoffe
Auswahl für Erwachsene nach Alter, Grunderkrankung, Impfstatus und Gesamtimmunsuppression. [13]
Impfung | Indikation / Schema |
|---|---|
Influenza | Jährlich bei Immunsuppression/entsprechender Grunderkrankung oder ab 60 Jahren; inaktivierter Impfstoff, ab 60 Jahren Hochdosis- oder MF59-adjuvantiert. |
COVID-19 | Jährlich bei relevanter Immunsuppression/weiterem Risikofaktor oder ab 75 Jahren, bevorzugt Spätsommer/Frühherbst. Bei ausgeprägter Immundefizienz zusätzliche Dosen/verkürzte Abstände individuell. [14] |
Pneumokokken | PCV20 bei Immunsuppression/entsprechender Grunderkrankung oder ab 60 Jahren. Nach PCV13/15 ≥1 Jahr; nach PPSV23 ≥6 Jahre, bei ausgeprägter Immundefizienz gegebenenfalls ≥1 Jahr. |
Herpes zoster | Ab 18 Jahren bei Immundefizienz oder schwerer Grunderkrankung; ab 60 Jahren generell. Adjuvantierter Totimpfstoff: 2 Dosen im Abstand von 2–6 Monaten; möglichst vor Immunsuppression. |
Hepatitis B | Bei fehlendem Impfschutz und (geplanter) Immunsuppression. Anti-HBs 4–8 Wochen nach der Impfserie kontrollieren; Ziel ≥100 IE/l. |
RSV | Einmalig ab 75 Jahren; mit 60–74 Jahren bei schwerer Grunderkrankung/Immundefizienz oder Pflegeheimbewohnenden. Möglichst vor der RSV-Saison. |
Weitere Impfungen: Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Polio, HPV und altersgemäß Meningokokken-ACWY nach Impfkalender vervollständigen; Hepatitis A, FSME, Meningokokken B und Hib bei zusätzlicher Indikation. Bei Kindern und Jugendlichen altersgerechte STIKO-Schemata verwenden. [13]
Operationen
UKCPA: Colchicin perioperativ fortführen; präoperatives Blutbild. Nach vorübergehend fehlender enteraler Zufuhr zur nächsten regulären Dosis wieder beginnen. Postoperativ Nieren-/Leberfunktion und neue Interaktionen, insbesondere Makrolide, prüfen.[15]
Alltag und Handhabung
Handelspräparate, Wirkstärken und Besonderheiten
Colchicin-ratiopharm 0,5 mg Tabletten
0,5 mg je Tablette; akute Gicht, Anfallsprophylaxe bei Beginn der Harnsäuresenkung und FMF. Akutregime: 0,5 mg 2–3× täglich, gegebenenfalls zuvor 1 mg. 59 mg Lactose-Monohydrat je Tablette; für 0,25-mg-Dosen ungeeignet. In der Originalverpackung vor Licht schützen.[2]
Colchicin AL 0,5 mg Tabletten
0,5 mg je Tablette; Gicht, Anfallsprophylaxe und FMF. Die FI nennt das niedrig dosierte Akutregime und 6 mg als maximale Gesamtdosis je Zyklus. Lactosehaltig.[3]
Colchicin Zentiva 0,5 mg Tabletten
0,5 mg je Tablette; Gicht, Anfallsprophylaxe und FMF. Die FI beschreibt beim Gichtanfall initial 1 mg, danach 0,5 mg 2–3× täglich; Gesamtdosis höchstens 6 mg je Zyklus und mindestens 72 Stunden Abstand nach Zyklusende.[4]
Colxi 0,5 mg Filmtabletten
Eigenständige kardiovaskuläre Indikation nach Myokardinfarkt; keine Gicht-/FMF-Zulassung in dieser FI. 0,5 mg einmal täglich, Höchstdosis 0,5 mg/Tag. Bei bestätigter koronarer Herzerkrankung Beginn innerhalb von 3 Tagen, spätestens 30 Tage nach Infarkt. Unzerkaut mit Wasser, unabhängig von Mahlzeiten. Gegenanzeigen und Interaktionen nach der eigenen Fachinformation. [5]
Überdosierung und Antidot
Medizinischer Notfall – auch zunächst ohne Beschwerden. Sofort absetzen, umgehende ärztliche beziehungsweise toxikologische Abklärung und Krankenhausüberwachung. Gastrointestinale Beschwerden können dem Multiorganversagen vorausgehen. Supportive Behandlung; Hämodialyse entfernt Colchicin nicht wirksam, ein spezifisches Antidot steht nicht zur Verfügung.[2]
Quellen und Links
[1] DGRh/DEGAM: S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Gicht, Version 2.1, 2024; Empfehlungen 4.3–4.7, Kapitel 4.2 und 5. Originalabgleich 23.09.2026. Originalleitlinie
[2] Ozen et al.: EULAR/PReS FMF, 2024 update. Ann Rheum Dis 2025;84:899–909. Originalvolltext, R1–R3/R6/R10–R11 und Urinkontrollen; Abruf 23.09.2026. Originalpublikation · Original-PDF bei der tschechischen Fachgesellschaft
[3] DGRh: Therapie mit Colchicin, Arztinformation Juni 2020; Sicherheitskontrollen und Impfungen. Originalabgleich 23.09.2026; Zulassungsangaben nach aktuellen präparatespezifischen Fachinformationen. Originalquelle
[EP] Rüegg L et al.: EULAR recommendations for use of antirheumatic drugs in reproduction, pregnancy, and lactation: 2024 update. Ann Rheum Dis. 2025;84:910–926. Empfehlungen I–III, Tabellen 1–4 und Erläuterungen. DOI 10.1016/j.ard.2025.02.023. Originalquelle
[5] Colchicin-ratiopharm 0,5 mg: Fachinformation Juli 2025, Version 1; Abschnitte 4.1–4.9. Abruf 23.09.2026. Originalquelle
[6] Colchicin AL 0,5 mg: Fachinformation August 2023; Abschnitte 4.1–4.3. Abruf 23.09.2026. Originalquelle
[7] Colchicin Zentiva 0,5 mg: Fachinformation; Abschnitte 4.1–4.3. Abruf 23.09.2026. Originalquelle
[8] Zhang et al.: EULAR recommendations for calcium pyrophosphate deposition. Part II: management. 2011. Originalpublikation
[9] UKCPA Handbook of Perioperative Medicines: Colchicine, Review Juli 2023. Perioperative Empfehlung
[10] EULAR recommendations for the management of Behçet’s syndrome: 2025 update (2026). Publisher-Seite
[11] Febuxostat Viatris: deutsche EMA-Produktinformation, Abschnitt 4.4 zur mindestens sechsmonatigen Anfallsprophylaxe; Abruf 23.09.2026. Produktinformation
[12] Yurdakul et al. A double-blind trial of colchicine in Behçet’s syndrome. Arthritis Rheum 2001;44:2686–2692; 1–2 mg/Tag, 116 Erwachsene. Originalstudie