Etanercept
bDMARD · TNF-Rezeptor-Fc-Fusionsprotein
Etanercept · KurzfassungIndikationen
RA · PsA · axSpA · polyartikuläre und erweiterte oligoartikuläre JIA · Enthesitis-assoziierte Arthritis · Plaque-Psoriasis.
50 mg s.c. einmal wöchentlich, alternativ 25 mg zweimal wöchentlich.
Bei Herzinsuffizienz NYHA III/IV nach DGRh nicht anwenden.
Tbc- und HBV-Screening. Impfstatus prüfen; auf Infektionen achten.
Wirkmechanismus
Etanercept ist ein lösliches TNF-Rezeptor-p75-Fc-Fusionsprotein. Es bindet TNF und hemmt dessen Bindung an die zellständigen Rezeptoren. [1]
Indikationen
Rheumatoide Arthritis: Mäßige bis schwere aktive RA nach unzureichendem Ansprechen auf DMARDs einschließlich Methotrexat; außerdem schwere, aktive und fortschreitende RA ohne vorausgegangene MTX-Therapie. Kombination mit MTX; Monotherapie bei MTX-Unverträglichkeit oder wenn eine Fortsetzung von MTX ungeeignet ist. [1]
Psoriasis-Arthritis: Aktive und fortschreitende PsA nach unzureichendem Ansprechen auf eine vorherige DMARD-Therapie. [1]
Axiale Spondyloarthritis: Schwere aktive ankylosierende Spondylitis nach unzureichendem Ansprechen auf konventionelle Therapie; schwere nicht-röntgenologische axSpA mit erhöhtem CRP und/oder MRT-Entzündungszeichen nach unzureichendem NSAR-Ansprechen. [1]
Polyartikuläre JIA: Polyarthritis und erweiterte Oligoarthritis ab 2 Jahren nach unzureichendem Ansprechen auf oder Unverträglichkeit von MTX. [1]
Juvenile Psoriasis-Arthritis: Ab 12 Jahren nach unzureichendem MTX-Ansprechen oder MTX-Unverträglichkeit. [1]
Enthesitis-assoziierte Arthritis: Ab 12 Jahren nach unzureichendem Ansprechen auf oder Unverträglichkeit von konventioneller Therapie. [1]
Plaque-Psoriasis: Mittelschwere bis schwere Erkrankung nach Versagen, bei Kontraindikation oder Unverträglichkeit anderer systemischer Therapien einschließlich Ciclosporin, MTX oder PUVA. Chronische schwere Plaque-Psoriasis ab 6 Jahren bei unzureichender Kontrolle durch oder Unverträglichkeit anderer systemischer Therapien oder Phototherapie. [1]
Präparate: Die genannten Indikationen gelten für Enbrel, Benepali, Erelzi und Nepexto. Die mögliche Kinderdosis hängt von der Darreichungsform ab; siehe Präparate und Wirkstärken. [1][2][3][4]
Dosierung und Anwendung
RA: Mit Methotrexat kombinieren; Monotherapie bei MTX-Unverträglichkeit oder wenn MTX nicht geeignet ist. [1]
Periphere PsA: Beim Beginn des ersten TNF-Hemmers ein bereits vertragenes csDMARD, insbesondere MTX, fortführen. [EPSA]
Plaque-Psoriasis: 50 mg einmal wöchentlich oder 25 mg zweimal wöchentlich. Alternativ zunächst 50 mg zweimal wöchentlich für höchstens 12 Wochen, anschließend Standarddosis. Behandlung bis zur Remission, für bis zu 24 Wochen; bei einzelnen Erwachsenen länger. [1]
Nieren- und Leberfunktion, höheres Alter: Keine Dosisanpassung erforderlich; bei Nieren- oder Leberfunktionsstörung begrenzte klinische Erfahrung. [1]
Pädiatrische Dosierungen
JIA: 0,8 mg/kg einmal wöchentlich, maximal 50 mg, oder 0,4 mg/kg zweimal wöchentlich, maximal 25 mg pro Gabe; bei zweimal wöchentlicher Gabe Abstand von 3–4 Tagen. Zulassungsalter je JIA-Form beachten. [1]
Plaque-Psoriasis ab 6 Jahren: 0,8 mg/kg einmal wöchentlich, maximal 50 mg, für bis zu 24 Wochen. [1]
Gewichtsadaptierte Dosis: Für Dosen, die nicht einer vollständigen 25- oder 50-mg-Fertigspritze beziehungsweise einem vollständigen Pen entsprechen, eine geeignete Pulverzubereitung verwenden. Benepali, Erelzi und Nepexto bieten keine solchen Teilmengen; unter 62,5 kg verlangen ihre FI eine genaue Dosierung nach Körpergewicht mit einer geeigneten Etanercept-Zubereitung. [1][2][3][4]
Vor Therapiebeginn
Klinisch: Aktive Infektionen ausschließen. Herzinsuffizienz, demyelinisierende Erkrankungen und Tumoranamnese erfassen; Impfstatus prüfen. [DT][1]
Tuberkulose: Anamnese, klinische Untersuchung, IGRA und Thorax-Röntgen; aktive Tuberkulose vor einer LTBI-Prävention ausschließen. [DZK]
LTBI: Präventive Therapie vor Etanercept beginnen. Kürzere Rifamycin-Schemata bevorzugen: Rifampicin für 4 Monate oder Rifampicin plus Isoniazid für 3 Monate; alternativ Isoniazid für 9 Monate. Wechselwirkungen, Verträglichkeit und Resistenzanamnese berücksichtigen. [DZK]
Beginn unter LTBI-Prävention: Die gemeinsame Stellungnahme DZK/DGRh/DDG 2021 empfiehlt mindestens 4 Wochen präventive Therapie vor der Immunsuppression. Die S2k-Leitlinie 2022 bezeichnet den frühestmöglichen Start als nicht gesichert und beschreibt 4–8 Wochen als in der Literatur sicher angesehenen Vorlauf. Bei dringlicher Immunsuppression Zeitpunkt interdisziplinär unter Berücksichtigung der Grunderkrankung und des Präventionsverlaufs festlegen. [DZK21][DZK]
HBV-Screening: HBsAg, Anti-HBc und Anti-HBs; bei HBsAg+ oder Anti-HBc+ zusätzlich HBV-DNA. [HB]
TNF-Inhibition · HBV-Risiko (EASL 2025)HBV-StatusRisiko und Vorgehen
HBsAg+ oder HBsAg−/Anti-HBc+ mit HBV-DNA+ vor Therapiebeginn
Hoch (>10 %): antivirale Prophylaxe. [EHB]
HBsAg−/Anti-HBc+; HBV-DNA−
Moderat (1–10 %): Überwachung; bei erhöhtem Gesamtrisiko Prophylaxe erwägen. [EHB]
Gesamtrisiko: Glukokortikoiddosis/-dauer, weitere Immunsuppression sowie Chemo-/Transplantationsregime berücksichtigen. Anti-HBs+ schließt bei Anti-HBc+ eine Reaktivierung nicht aus. Wenn erforderliche HBV-Kontrollen nicht gesichert sind: Prophylaxe. [HB][EHB]
Kontrollen ohne Prophylaxe: bei HBsAg−/Anti-HBc+/HBV-DNA− HBsAg, HBV-DNA und ALT alle 1–3 Monate. Bei neuem DNA-Nachweis oder HBsAg-Reversion sofort antiviral behandeln, vor Hepatitis. [HB]
Prophylaxe: Entecavir oder Tenofovir (TDF/TAF) vor Immunsuppression beginnen, währenddessen und danach 6–12 Monate (bei B-Zell-Depletion mindestens 18 Monate) fortführen. Nach Absetzen weiter überwachen; bei eigenständiger HBV-Therapieindikation länger behandeln. [HB]
Impfung: Bei HBsAg−/Anti-HBc− und fehlendem Impfschutz möglichst vor Immunsuppression impfen; Schema und Erfolgskontrolle. [HB][ST26]
Sicherheitslabor: Großes Blutbild, GOT, GPT und Kreatinin. BSG und/oder CRP zur Beurteilung der Krankheitsaktivität. [DT]
Kontrollen
Labor: Großes Blutbild, GOT, GPT und Kreatinin in den ersten 3 Monaten etwa alle 4 Wochen, bei stabil normalen Werten danach alle 8–12 Wochen. BSG und/oder CRP als Aktivitätsparameter. [DT]
Klinisch: Auf Infektionszeichen, Fieber, Husten, Abszesse und Gewichtsverlust achten. [DT] Regelmäßige Hautuntersuchungen, besonders bei erhöhtem Hautkrebsrisiko. [1]
Wirkbeginn und Therapiebeurteilung
Wirkbeginn: Meist innerhalb der ersten 4 Wochen. Bei fehlender Besserung nach 12 Wochen Fortsetzung kritisch prüfen. [DT]
Plaque-Psoriasis: Bei fehlendem Ansprechen nach 12 Wochen Behandlung beenden. JIA: Bei fehlendem Ansprechen nach 4 Monaten Beendigung erwägen. [1]
Gegenanzeigen und besondere Anwendungsbeschränkungen
Herzinsuffizienz: Bei NYHA III/IV nach DGRh nicht anwenden. [DT] Die FI führt Herzinsuffizienz als Warnhinweis, nicht als formale Gegenanzeige. [1]
Formale Gegenanzeigen der genannten Präparate: Sepsis oder Sepsisrisiko; Überempfindlichkeit gegen Etanercept oder Bestandteile. Bei aktiven, auch chronischen oder lokalisierten Infektionen nicht beginnen. [1][2][3][4]
Nebenwirkungen und Maßnahmen
Häufige Beschwerden: Reaktionen an der Einstichstelle, Infektionen, Kopfschmerzen, Juckreiz und Hautausschlag. [1]
Schwere Infektionen: Einschließlich Tbc und opportunistischer Infektionen. Bei schwerer Infektion pausieren. [DT][1]
HBV-Reaktivierung: Etanercept pausieren und wirksame antivirale Behandlung beginnen. [1]
Blutbildveränderungen: Selten Panzytopenie, sehr selten aplastische Anämie. Bei anhaltendem Fieber, Halsschmerzen, Blutungszeichen oder Blässe dringend Blutbild bestimmen; bei bestätigter schwerwiegender Blutbildveränderung Therapie beenden. [1]
Neurologische oder kardiale Symptome: Bei Symptomen einer demyelinisierenden Erkrankung oder neu auftretender beziehungsweise zunehmender dekompensierter Herzinsuffizienz pausieren. [DT]
Lupus-ähnliches Syndrom: Bei entsprechenden Symptomen und gleichzeitigem Auftreten von Anti-dsDNA-Antikörpern pausieren. [DT]
Schwere allergische Reaktion oder Anaphylaxie: Etanercept sofort beenden und angemessen behandeln. [1]
Weitere relevante Ereignisse: Transaminasenanstieg, Autoimmunhepatitis, interstitielle Lungenerkrankung, paradoxe Psoriasis oder Uveitis sowie Hauttumoren. [1]
Wechselwirkungen
Andere bDMARDs oder JAK-Inhibitoren: Kombination nicht empfohlen. [DT] Insbesondere bei Anakinra oder Abatacept erhöhtes Risiko schwerer Infektionen ohne belegten Zusatznutzen. [1]
Sulfasalazin: Zusätzlicher Leukozytenabfall möglich; Kombination mit Vorsicht. [1]
Antidiabetika: Nach Therapiebeginn wurden Hypoglykämien berichtet; gegebenenfalls Dosis der antidiabetischen Behandlung reduzieren. [1]
Tumoranamnese
Solider Tumor in Remission: Bei entzündlicher Arthritis können TNF-Inhibitoren gegenüber anderen zielgerichteten Therapien bevorzugt werden. Dies gilt auch für nichtmelanozytären Hautkrebs; für ein Melanom enthält diese Empfehlung keine entsprechende Therapiepräferenz. [EK]
Lymphom in der Anamnese: Bei entzündlicher Arthritis und Tumorremission kann eine B-Zell-depletierende Therapie gegenüber anderen zielgerichteten Therapien bevorzugt werden. [EK]
Tumorerkrankung ohne Remission: Therapieentscheidung gemeinsam mit Patient und onkologisch behandelndem Team treffen. [EK]
Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft: Während der gesamten Schwangerschaft anwendbar; individuelle Wirksamkeit und plazentaren Übertritt berücksichtigen. Bei stabiler Krankheitskontrolle zur Minimierung kindlicher Wirkstoffspiegel ein Absetzen bis zur 30.–32. Schwangerschaftswoche erwägen. [EP]
Stillzeit: Mit dem Stillen vereinbar. [EP]
Väterlicher Kinderwunsch: Fortführung möglich. [EP]
Säuglingsimpfungen: Totimpfstoffe und Rotavirusimpfung nach regulärem Impfplan. Nach intrauteriner Exposition nach der 32. Schwangerschaftswoche BCG-Impfung bis zum Alter von 6 Monaten verschieben. [EP]
Fachinformation: Anwendung in der Schwangerschaft nur, wenn eindeutig erforderlich; Verhütung während und für 3 Wochen nach Therapieende erwägen. Stillen nach Nutzenabwägung möglich. [1]
Fachinformation – Säuglingsimpfungen: Lebendimpfstoffe im Allgemeinen erst 16 Wochen nach der letzten mütterlichen Dosis. Bei Behandlung während des Stillens nennt die FI 16 Wochen nach Stillende oder früher bei nicht nachweisbarem Etanercept-Serumspiegel des Kindes. [1]
Impfungen
Lebendimpfungen vor Beginn: Mindestens 4 Wochen Abstand. [SI]
Unter Etanercept: Totimpfstoffe können gegeben werden. Keine Lebendimpfstoffe während der Therapie. [SI][1]
Lebendimpfungen nach Therapieende: Frühestens nach 2 Monaten; bei klinischer Remission gegebenenfalls bereits nach mindestens 1 Monat. [SI]
Empfohlene Nichtlebendimpfstoffe
Auswahl für Erwachsene nach Alter, Grunderkrankung, Impfstatus und Gesamtimmunsuppression. [ST26]
STIKO · ImpfstoffauswahlImpfungIndikation / Schema
Influenza
Jährlich bei Immunsuppression/entsprechender Grunderkrankung oder ab 60 Jahren; inaktivierter Impfstoff, ab 60 Jahren Hochdosis- oder MF59-adjuvantiert.
COVID-19
Jährlich bei relevanter Immunsuppression/weiterem Risikofaktor oder ab 75 Jahren, bevorzugt Spätsommer/Frühherbst. Bei ausgeprägter Immundefizienz zusätzliche Dosen/verkürzte Abstände individuell. [SC26]
Pneumokokken
PCV20 bei Immunsuppression/entsprechender Grunderkrankung oder ab 60 Jahren. Nach PCV13/15 ≥1 Jahr; nach PPSV23 ≥6 Jahre, bei ausgeprägter Immundefizienz gegebenenfalls ≥1 Jahr.
Herpes zoster
Ab 18 Jahren bei Immundefizienz oder schwerer Grunderkrankung; ab 60 Jahren generell. Adjuvantierter Totimpfstoff: 2 Dosen im Abstand von 2–6 Monaten; möglichst vor Immunsuppression.
Hepatitis B
Bei fehlendem Impfschutz und (geplanter) Immunsuppression. Anti-HBs 4–8 Wochen nach der Impfserie kontrollieren; Ziel ≥100 IE/l.
RSV
Einmalig ab 75 Jahren; mit 60–74 Jahren bei schwerer Grunderkrankung/Immundefizienz oder Pflegeheimbewohnenden. Möglichst vor der RSV-Saison.
Weitere Impfungen: Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Polio, HPV und altersgemäß Meningokokken-ACWY nach Impfkalender vervollständigen; Hepatitis A, FSME, Meningokokken B und Hib bei zusätzlicher Indikation. Bei Kindern und Jugendlichen altersgerechte STIKO-Schemata verwenden. [ST26]
Operationen
DGRh: Operation zum Ende des Therapieintervalls planen. Nach Unterbrechung abhängig von der Wundheilung baldmöglichst wieder beginnen. [DO]
ACR/AAHKS – elektive Hüft- oder Knieendoprothese: Bei wöchentlicher Gabe Operation in Woche 2 nach der letzten Dosis planen. Wiederbeginn bei heilender Wunde, entfernten Nähten/Klammern und ohne relevante Schwellung, Rötung, Sekretion oder weitere Infektion; typischerweise nach etwa 14 Tagen. Bedingte Empfehlung. [AO]
Weitere besondere Hinweise
AxSpA mit Uveitis oder chronisch-entzündlicher Darmerkrankung: Monoklonale TNF-Antikörper bevorzugen. [AX]
Alltag und Handhabung
Injektion: Subkutan nach Einweisung. Einstichstelle wechseln; nicht in schmerzhafte, gerötete, verhärtete oder verletzte Haut injizieren. Nicht schütteln oder künstlich erwärmen. [1]
Vergessene Dosis: Nachholen, sobald bemerkt; steht die nächste reguläre Gabe bereits am folgenden Tag an, die vergessene Dosis auslassen. Danach am gewohnten Wochentag fortfahren. Keine doppelte Dosis. [1]
Varizellenexposition: Bei erheblicher Exposition vorübergehend pausieren und eine Prophylaxe mit Varizella-Zoster-Immunglobulin erwägen. [1] Bei fehlender oder unsicherer Immunität VZIG möglichst rasch, spätestens innerhalb von 96 Stunden nach Exposition. [S]
Dokumentation: Präparat und Charge festhalten; Patientenkarte aushändigen. Verkehrstüchtigkeit: Kein oder vernachlässigbarer Einfluss. [1]
Handelspräparate, Wirkstärken und Besonderheiten
Subkutane Anwendung; Zulassungen und Dosierschemata wie oben. Im Kühlschrank bei 2–8 °C lagern, nicht einfrieren. Fertigspritzen, Pens und Patronen im Umkarton vor Licht schützen. Nach Beginn des unten genannten Zeitraums außerhalb der Kühlung nicht erneut kühlen; unbenutztes Präparat nach Ablauf entsorgen. [1][2][3][4]
Enbrel
Fertigspritzen und Pens: Jeweils 25 mg/0,5 ml und 50 mg/1 ml; Konzentration 50 mg/ml. Patronen für SMARTCLIC: 25 mg/0,5 ml und 50 mg/1 ml; 50 mg/ml. Pulver: 25 mg; außerdem 10 mg mit Lösungsmittel zur Anwendung bei Kindern. Nach Rekonstitution mit 1 ml Wasser für Injektionszwecke 25 beziehungsweise 10 mg/ml. [1]
Dosierung bei Kindern: Pulverzubereitung ermöglicht genaue Dosierung nach Körpergewicht. Lagerung außerhalb der Kühlung: Einmalig bis zu 4 Wochen bei höchstens 25 °C. Rekonstituierte Lösung möglichst unmittelbar, spätestens innerhalb von 6 Stunden bei höchstens 25 °C verwenden. Latex: Kanülenkappen der Fertigspritzen/Pens und Verschlusskappen der Lösungsmittelspritzen enthalten Trockenkautschuk. [1]
Benepali
Fertigspritzen: 25 mg/0,5 ml und 50 mg/1 ml. Pen: 50 mg/1 ml; nominale Konzentration jeweils 50 mg/ml. Nur vollständige 25- oder 50-mg-Dosen; keine Teilmengen zur gewichtsabhängigen Kinderdosierung. Vor Anwendung: Etwa 30 Minuten Raumtemperatur annehmen lassen. Lagerung außerhalb der Kühlung: Einmalig bis zu 31 Tage bei höchstens 30 °C. [2]
Erelzi
Fertigspritzen: 25 mg/0,5 ml und 50 mg/1 ml. Pen: 50 mg/1 ml; Konzentration jeweils 50 mg/ml. Nur vollständige 25- oder 50-mg-Dosen; keine Teilmengen zur gewichtsabhängigen Kinderdosierung. Vor Anwendung: Etwa 15–30 Minuten Raumtemperatur annehmen lassen. Lagerung außerhalb der Kühlung: Einmalig bis zu 4 Wochen bei höchstens 25 °C. [3]
Nepexto
Fertigspritzen: 25 mg/0,5 ml und 50 mg/1 ml. Pen: 50 mg/1 ml; Konzentration jeweils 50 mg/ml. Nur vollständige 25- oder 50-mg-Dosen; keine Teilmengen zur gewichtsabhängigen Kinderdosierung. Lagerung außerhalb der Kühlung: Einmalig bis zu 4 Wochen bei höchstens 25 °C. [4]
Überdosierung und Antidot
In klinischen RA-Studien wurde keine dosislimitierende Toxizität beobachtet. Höchste untersuchte Dosierung: 32 mg/m² i.v. als Initialdosis, gefolgt von 16 mg/m² s.c. zweimal wöchentlich. Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. [1]
Quellen und Links
[HB] Cornberg M et al.: Deutsche S3-Leitlinie Hepatitis B, 2021, Kapitel 3.13, Empfehlungen 3.13.1–3.13.3 und Abbildung 3. Screening, Prophylaxe, Wirkstoffe, Kontrollintervalle und Nachlauf. Abruf 22.09.2026; Hepatitis-D-Addendum 2023. Originalquelle
[EPSA] Gossec L et al.: EULAR recommendations for the management of psoriatic arthritis with pharmacological therapies: 2023 update. Ann Rheum Dis. 2024;83:706–719. Originalquelle
[EP] Rüegg L et al.: EULAR recommendations for use of antirheumatic drugs in reproduction, pregnancy, and lactation: 2024 update. Ann Rheum Dis. 2025;84:910–926. Empfehlungen I–III, Tabellen 1–4 und Erläuterungen. DOI 10.1016/j.ard.2025.02.023. Originalquelle
[DO] Albrecht K et al.: Perioperativer Umgang mit der Therapie von Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Aktualisierte Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie. Z Rheumatol. 2022;81:212–224; online 2021. Originalquelle
[DZK] DZK/DGP: S2k-Leitlinie Tuberkulose im Erwachsenenalter. Version 2.4, 2022, mit Amendment 2023 zur resistenten Tuberkulose. Kapitel 8.5 und 8.7, S. 166–170; Empfehlung 104. Abruf 21.09.2026. Originalquelle
[DZK21] Diel R et al.: Gemeinsame Stellungnahme DZK/DGRh/DDG zum Tuberkuloserisiko unter Non-TNF-Biologika. Pneumologie. 2021;75:293–303. Schlussfolgerung S. 297: Reichweite und mindestens vierwöchiger Vorlauf. Originalquelle
[DT] DGRh: Therapie mit Etanercept – Arztinformation. November 2019. Originalquelle
[EHB] EASL Clinical Practice Guidelines on the management of hepatitis B virus infection. J Hepatol. 2025;83:502–583. Abschnitt HBV-Reaktivierung, Tabelle 14 und Empfehlungen zur Prophylaxe/Überwachung. DOI 10.1016/j.jhep.2025.03.018. Originalquelle
Quellennummern gelten innerhalb dieses Medikamentenkapitels. DGRh-Therapieinformationen: jeweils unten genannter Originalstand.
[AO] Goodman SM et al.: 2022 American College of Rheumatology/American Association of Hip and Knee Surgeons Guideline for the Perioperative Management of Antirheumatic Medication in Patients With Rheumatic Diseases Undergoing Elective Total Hip or Total Knee Arthroplasty. Arthritis Care Res. 2022;74:1399–1408. Tabelle 2 (Korrektur vom 24.08.2022) und Wiederbeginn-Empfehlung. Originalquelle
[EK] Sebbag E et al.: 2024 EULAR points to consider on the initiation of targeted therapies in patients with inflammatory arthritis and a history of cancer. Ann Rheum Dis. Online publiziert 20.12.2024. Points to consider 1–8. Originalquelle
[S] STIKO: Empfehlungen 2026. Epidemiologisches Bulletin 4/2026, aktualisierte Fassung; Standard- und Indikationsimpfungen. Originalquelle
[SI] Wagner N et al.: Impfen bei Immundefizienz – Anwendungshinweise zu den von der STIKO empfohlenen Impfungen. IV: Autoimmunkrankheiten, andere chronisch-entzündliche Erkrankungen und immunmodulatorische Therapie. Bundesgesundheitsbl. 2019;62:494–515. Tabelle A-2. Originalquelle
[1] Enbrel: deutsche Fachinformation 25/50 mg Fertigspritze, Stand Juli 2025; weitere Darreichungsformen in der EMA-Produktinformation. Abruf der Fertigspritzen-FI 22.09.2026. Fertigspritzen-Fachinformation · EMA-Produktinformation
[2] Benepali: EMA-Produktinformation; deutsche Fach- und Gebrauchsinformation. Abruf 20.09.2026. Originalquelle
[3] Erelzi: EMA-Produktinformation; deutsche Fach- und Gebrauchsinformation. Abruf 20.09.2026. Originalquelle
[4] Nepexto: EMA-Produktinformation; deutsche Fach- und Gebrauchsinformation. Abruf 20.09.2026. Originalquelle
[DTB09] DGRh/DZK: Empfehlungen zur Prävention der Tuberkulose bei rheumatischen Erkrankungen vor TNF-Hemmung. IGRA und Thoraxröntgen. Originalquelle
[TB22] S2k-Leitlinie Tuberkulose im Erwachsenenalter. DZK/DGP, 2022. Präventive Therapie vor TNF-Hemmung. Originalquelle
[AX] ACR/SAA/SPARTAN: Axiale Spondyloarthritis bei Erwachsenen und Kindern/Jugendlichen. Leitlinienzusammenfassung 2026. Originalquelle
[ST26] STIKO: Impfempfehlungen 2026, Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Fassung vom 10.09.2026. Tabelle 2: insbesondere Hepatitis B, Herpes zoster, Influenza, Pneumokokken und RSV; Impfkalender. COVID-19 siehe gesondert [SC26]. Originalquelle
[SC26] STIKO: Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung vom 09.07.2026, korrigierte Fassung vom 24.07.2026. Epidemiologisches Bulletin 28/2026, S.3–5: jährliche Standardimpfung ab 75 Jahren; Indikationsimpfung bei erhöhtem Risiko, angepasster Saisonbeginn und individuelle Schemata bei Immundefizienz. Originalquelle
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