Tocilizumab
Humanisierter IgG1 Antikörper gegen den IL-6 Rezeptor.
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Arzt
Patient Tocilizumab
Wirkstoff, Handelspräparate und Hersteller
Tocilizumab, RoActemra®, Roche
Wirkmechanismus
Humanisierter IgG1 Antikörper gegen den IL-6 Rezeptor.
Zulassung in der Dermatologie
Zugelassen für verschiedene rheumatologische Erkrankungen, schwere COVID-19 Infektionen und das CAR-T-Zell induzierte schwere Zytokin-Freisetzungs-Syndrom (CRS).
Galenische Form und Verabreichung
Infusionslösung zur intravenösen Therapie. Fertigspritze und Fertigpen (162mg) zur subkutanen Gabe für die rheumatoide Arthritis und die Riesenzell-Arteriitis.
Vor Therapiebeginn
Laborkontrolle: Hepatitisserologie A/B/C. Quantiferontest. Elektrolyte, Kreatinin, Differentialblutbild, CRP, GOT, GPT, gGT, Bilirubin, AP, fT3, fT4, TSH, CK, Blutzucker.
Dosierung/ Verabreichung
Die empfohlene Dosierung zur Behandlung eines CRS bei Patienten mit einem Mindestgewicht von 30 kg beträgt 8 mg/kg und bei Patienten, die weniger als 30 kg wiegen, 12 mg/kg, verabreicht als 60-minütige intravenöse Infusion. RoActemra kann als Monotherapie oder in Kombination mit Corticosteroiden verabreicht werden. Wenn nach der ersten Dosis keine klinische Verbesserung der Anzeichen und Symptome des CRS eintritt, können bis zu 3 weitere Dosen RoActemra verabreicht werden. Das Intervall zwischen den aufeinanderfolgenden Dosen muss mindestens 8 Stunden betragen. Dosen von mehr als 800 mg pro Infusion werden bei Patienten mit CRS nicht empfohlen.
Kontraindikationen
Leberenzyme >10x oberer Normwert. Neutrophile <1000/ul, Thrmobozyten <50000/ul.
Potenzielle unerwünschte Arzneimittelwirkungen (Auswahl, nicht nach Häufigkeit geordnet, in meisten Fällen keine Kausalität nachgewiesen)
Infektionen (TBC, virale Reaktivierung, Komplikationen einer Divertikulitis), Überempfindlichkeitsreaktionen, Leberfunktionsstörungen, Zytopenien.
Besondere Hinweise/ Warnhinweise
Wirksame Verhütung unter und 3 Monate nach Therapie.
Datum Aktualisierung
30.7.2023
Quellen und Fachinformationen
Diese Seite ist eine redaktionelle Zusammenfassung für Fachkreise. Sie ersetzt weder die Fachinformation noch die ärztliche Therapieentscheidung im Einzelfall.