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ANCA-Vaskulitiden GPA/MPA

Diagnostik und Klassifikation

GPA
persistierende Rhinosinusitis, blutige nasale Krusten; pulmonale Knoten/Kavernen; Glomerulonephritis
MPA
Glomerulonephritis; alveoläre Hämorrhagie/ILD; Purpura, Neuropathie
Labor
PR3-/MPO-ANCA; glomeruläre Hämaturie/Zylinder, Proteinurie, Kreatininanstieg
Bestätigung/Organstaging
CT Thorax, Urin/Nierenfunktion; Biopsie eines betroffenen Organs
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Basisdiagnostik und Organstaging

  • BB/Differenzialblutbild einschließlich Eosinophiler, CRP/BSG, Kreatinin/eGFR, Leberwerte, Urin mit Sediment und Proteinquantifizierung/UPCR.
  • Primär hochwertige antigenspezifische Immunoassays für PR3- und MPO-ANCA. cANCA/pANCA sind Immunfluoreszenzmuster; sie sind nicht mit den Antigenspezifitäten gleichzusetzen. Ergänzende Testung bei fortbestehendem Verdacht und negativem/unplausiblem Erstbefund.
  • HNO, Lunge, Niere, Haut, Augen und Nervensystem untersuchen; Bildgebung und Biopsie nach Manifestation. Organbedrohung umfasst beispielsweise Glomerulonephritis, alveoläre Hämorrhagie, kardiale Beteiligung, ZNS-Vaskulitis oder bedrohliche Neuropathie.
  • Histologie eines betroffenen Organs anstreben. Bei bedrohlichem Verlauf Therapiebeginn nicht bis zum Biopsieergebnis aufschieben.
  • Infektion, Malignität, medikamenteninduzierte Erkrankung, Anti-GBM-Erkrankung und andere Vaskulitiden ausschließen.

ACR/EULAR-GPA-Klassifikationskriterien 2022 / ACR/EULAR-MPA-Klassifikationskriterien 2022 –

ACR/EULAR-GPA-Klassifikationskriterien 2022 / ACR/EULAR-MPA-Klassifikationskriterien 2022 – berechnen

gemeinsame Anwendungsvoraussetzungen

Nur nach klinischer Diagnose einer Klein- oder Mittelgefäßvaskulitis und Ausschluss von Mimics anwenden. Die Items dürfen im Verlauf dokumentiert worden sein; keine Beschränkung auf die aktuelle Blutabnahme unter Therapie. Ein Score ersetzt weder die Diagnosestellung noch die Aktivitätsbeurteilung.

GPA – ACR/EULAR-GPA-Klassifikationskriterien 2022 / ACR/EULAR-MPA-Klassifikationskriterien 2022

GPA – ACR/EULAR-GPA-Klassifikationskriterien 2022 / ACR/EULAR-MPA-Klassifikationskriterien 2022 berechnen

Item Punkte
Nasale Beteiligung: blutiger Ausfluss, Ulzera, Krusten oder sinonasale Obstruktion/Kongestion +3
Knorpelbeteiligung +2
Schallleitungs- oder sensorineuraler Hörverlust +1
cANCA oder PR3-ANCA positiv +5
Pulmonale Knoten, Raumforderung oder Kavitation in der Bildgebung +2
Granulom, extravaskuläre granulomatöse Entzündung oder Riesenzellen in der Biopsie +2
Nasen-/Nasennebenhöhlenentzündung in der Bildgebung +1
Pauci-immune Glomerulonephritis +1
pANCA oder MPO-ANCA positiv −1
Eosinophile im Blut ≥1 × 10⁹/l −4

≥5 Punkte → GPA klassifiziert, sofern die gemeinsamen Voraussetzungen erfüllt sind.

MPA – ACR/EULAR-GPA-Klassifikationskriterien 2022 / ACR/EULAR-MPA-Klassifikationskriterien 2022

MPA – ACR/EULAR-GPA-Klassifikationskriterien 2022 / ACR/EULAR-MPA-Klassifikationskriterien 2022 berechnen

Item Punkte
pANCA oder MPO-ANCA positiv +6
Pauci-immune Glomerulonephritis +3
Lungenfibrose/ILD in der Bildgebung +3
Nasale Beteiligung wie im GPA-Modell −3
cANCA oder PR3-ANCA positiv −1
Eosinophile im Blut ≥1 × 10⁹/l −4

≥5 Punkte → MPA klassifiziert, sofern die gemeinsamen Voraussetzungen erfüllt sind.

Therapie

Therapiebeginn
organ-/lebensbedrohend → GK + Rituximab oder Cyclophosphamid; CYC bei MPA (Off-Label); bei Rezidiv Rituximab bevorzugt
nicht organbedrohend → GK + Rituximab (Off-Label), EULAR 2022 bevorzugt; DGRh 2025: auch MTX (Off-Label), MMF (Off-Label) als Alternative
Unzureichende Wirksamkeit
Entzündung, Infektion, Schaden und Adhärenz prüfen; refraktär → Rituximab ↔ Cyclophosphamid im Zentrum; CYC bei MPA (Off-Label)
Deeskalation
nach Remissionsinduktion → Rituximab zur Erhaltung bevorzugt; alternativ Azathioprin (Off-Label) oder MTX (Off-Label); GK schrittweise reduzieren
DGRh 2025: RTX in der Regel ≥36 Monate, AZA/MTX ≥48 Monate; EULAR 2022: 24–48 Monate nach Remissionsinduktion bei Neuerkrankung; bei Rezidiven/hohem Rezidivrisiko länger Avacopan Zulassung widerrufen (EU/EWR 8/2026)
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Therapiebeginn

  • Organ-/lebensbedrohend: Glukokortikoide + Rituximab oder Cyclophosphamid. Bei Rezidiv Rituximab bevorzugen; Fertilitätswunsch, frühere CYC-Exposition und Toxizität berücksichtigen.
  • DGRh 2025: initiale Glukokortikoiddosis und Reduktion entsprechend Regimeblock. Hoch dosierte i.v.-Pulse bei schwerer RPGN/alveolärer Hämorrhagie erwägen; keine Pflicht für jede AAV.
  • Nicht organbedrohend: GK + Rituximab (Off-Label); EULAR 2022: Rituximab bevorzugt; DGRh 2025: auch MTX (Off-Label); MMF (Off-Label) als Alternative
  • Bei ausgeprägter Niereninsuffizienz ist die Evidenz für RTX allein begrenzter. Nephrologisch-rheumatologische Auswahl; KDIGO 2024 lässt in ausgewählten schweren renalen Situationen auch RTX + CYC zu.
  • Refraktären Verlauf im erfahrenen Zentrum prüfen: Diagnose, Infektion, Organschaden und Adhärenz erneut beurteilen; gegebenenfalls RTX/CYC wechseln.
  • Avacopan ist aufgrund des EU-Widerrufs keine aktuelle reguläre Therapieoption.
Glukokortikoide (GK) · Prednisolon, Methylprednisolon · Therapiebeginn · Remissionsinduktion
  • Prednisolon: bei Organbedrohung initial 50–75 mg p.o. täglich nach Gewicht; Reduktion auf 5–7,5 mg/ d bis Woche 15–16
  • Nicht organbedrohender Verlauf mit RTX: initial 0,5 mg/kg/d erwägbar
  • Schwere RPGN/alveoläre Hämorrhagie: ggf. Methylprednisolon 1.000 mg i.v. täglich an 1–3 Tagen
  • Ausschleichen: reduziertes PEXIVAS-Regime

Zum Steckbrief Glukokortikoide (GK)

Rituximab · Remissionsinduktion / bevorzugte Erhaltung · Nicht schwere Induktion (Off-Label)

Cave: HBV-Reaktivierung; schwere Hypogammaglobulinämie

  • Rituximab – Induktion: 375 mg/m² i.v. einmal wöchentlich ×4; alternativ 1.000 mg i.v. Tag 1 und 15 (Off-Label) – Regime
  • Rituximab – Erhaltung: 500 mg i.v. zweimal im Abstand von 2 Wochen; danach 500 mg alle 6 Monate
  • Erhaltungsbeginn: nach RTX frühestens 16 Wochen nach letzter Infusion; nach anderer Induktion innerhalb 4 Wochen nach Remission
  • Nicht schwere Induktion: (Off-Label)

Zum Steckbrief Rituximab

Cyclophosphamid · Therapiebeginn · organbedrohender Verlauf · MPA (Off-Label)

Cave: Fertilitätsschädigung; hämorrhagische Zystitis

  • Zulassung: MPA (Off-Label)
  • Cyclophosphamid i.v.: 15 mg/kg pro Puls; erste 3 Pulse alle 2 Wochen, danach alle 3 Wochen; meist 6 Pulse bei Ansprechen
  • Cyclophosphamid p.o., alternativ: 2 mg/kg täglich, meist etwa 3 Monate
  • Dosisanpassung: Alter, Nierenfunktion und Nadir; Mesna/Hydrierung: Begleitprophylaxe

Avacopan Zulassung widerrufen (EU/EWR 8/2026)

Zum Steckbrief Cyclophosphamid

Deeskalation und Remissionserhaltung

  • Nach RTX-/CYC-Induktion: Rituximab bevorzugt; alternativ AZA (Off-Label) oder MTX (Off-Label); nach erfolgreicher MTX-Induktion → MTX (Off-Label) fortführbar
  • Reserve: MMF (Off-Label) bei ungeeigneten bevorzugten Optionen; höheres Rezidivrisiko als AZA; ausgewählte GPA → Leflunomid (Off-Label)
  • DGRh 2025: RTX in der Regel ≥36 Monate; AZA (Off-Label) / MTX (Off-Label) in der Regel ≥48 Monate; individuelle Verkürzung/Verlängerung
  • EULAR 2022: 24–48 Monate nach Remissionsinduktion bei Neuerkrankung; bei Rezidiven/hohem Rezidivrisiko länger
  • PR3-Phänotyp, frühere Rezidive, Organfolgen, Infektionen und Patient:innenpräferenzen berücksichtigen.
Methotrexat (MTX) · Nicht organbedrohender Verlauf / Erhaltungsalternative · (Off-Label)

Cave: CrCl <30 ml/min: KI

  • Methotrexat (MTX): initial 15 mg p.o./s.c. einmal wöchentlich → 20–25 mg/Woche; geeignete nicht organbedrohende Verläufe; (Off-Label)
  • Folsäure: Supplementation zu MTX
  • Renale AAV-Erhaltung: bei eGFR <60 ml/min/1,73 m² nach KDIGO 2024 nicht empfohlen
  • DGRh Wechselwirkung 2023: Cotrimoxazol in antibiotischer Therapiedosis meiden; PJP-Prophylaxe mit 160/800 mg dreimal wöchentlich bei niedrig dosiertem MTX möglich; Interaktionen und Kontrollen
  • DGRh Wechselwirkung 2023: unter Penicillinen MTX pausieren; Metamizol und Probenecid meiden; weitere Interaktionen
  • Nierenfunktion – DGRh Wechselwirkung 2023: bei GFR ≤45 ml/min von MTX abraten; FI: CrCl 30–59 ml/min → 50 % der Dosis, <30 ml/min → kontraindiziert; Dosisanpassung

Zum Steckbrief Methotrexat (MTX)

Azathioprin · Remissionserhaltung · Alternative · (Off-Label)

Cave: Xanthinoxidasehemmer → verstärkte Thiopurinwirkung / schwere Myelosuppression

  • Azathioprin: 2 mg/kg p.o. täglich; Remissionserhaltung; (Off-Label)
  • Allopurinol/Oxipurinol/Thiopurinol: Azathioprin auf 25 % der Ausgangsdosis reduzieren; engmaschiges Blutbild
  • Febuxostat: Kombination nicht empfohlen

Zum Steckbrief Azathioprin

Mycophenolat-Mofetil (MMF) · Reserve bei ungeeigneten bevorzugten Optionen · (Off-Label)
  • Mycophenolat-Mofetil (MMF): 1 g p.o. zweimal täglich; ggf. bis 1,5 g zweimal täglich; Reservealternative; (Off-Label)
  • PR3-ANCA: erhöhtes Rezidivrisiko

Zum Steckbrief Mycophenolat-Mofetil (MMF)

Plasmaaustausch und schwere Nierenbeteiligung

  • Kein routinemäßiger Plasmaaustausch bei jeder schweren AAV.
  • EULAR 2022 / DGRh 2025: bei aktiver Glomerulonephritis mit Kreatinin >300 µmol/l individuell erwägen. Möglicher renaler Nutzen und Infektionsrisiko gemeinsam besprechen.
  • KDIGO 2024: zusätzlich bei Dialysebedarf oder rasch steigendem Kreatinin sowie bei diffuser alveolärer Hämorrhagie mit Hypoxämie erwägen. EULAR 2022 empfiehlt keinen routinemäßigen Einsatz allein wegen alveolärer Hämorrhagie.
  • ANCA-/Anti-GBM-Doppelpositivität: Plasmaaustausch entsprechend Anti-GBM-Strategie ergänzen.
  • Die EULAR 2022-Begründung nennt aus der Metaanalyse eine zusätzliche schwere Infektion pro etwa 14 mit PLEX behandelten Personen. Diese NNH ist eine kontextabhängige Gruppenabschätzung, keine individuelle Vorhersage.
  • KDIGO 2024: nach drei Monaten anhaltender Dialysepflicht ohne extrarenale Manifestationen ein Absetzen der Immunsuppression erwägen.
  • Nach Kontrolle der aktiven Vaskulitis CKD-Versorgung einschließlich Blutdruck-/Proteinuriekontrolle und gegebenenfalls SGLT2-Hemmer prüfen.
SGLT2i · Dapagliflozin, Empagliflozin · Nephroprotektion nach Kontrolle der Vaskulitis

Cave: Euglykämische Ketoazidose; perioperativ pausieren

  • Dapagliflozin: 10 mg p.o. einmal täglich; CKD; Neueinleitung bei GFR <25 ml/min nicht empfohlen
  • Empagliflozin: 10 mg p.o. einmal täglich; CKD; Neueinleitung bei eGFR <20 ml/min/1,73 m² nicht empfohlen

Zum Steckbrief SGLT2i

PJP-Prophylaxe · Trimethoprim/Sulfamethoxazol · Unter RTX / CYC / relevanter GK-Exposition
  • Trimethoprim/Sulfamethoxazol: 160/800 mg p.o. dreimal wöchentlich oder 80/400 mg täglich; PJP-Prophylaxe
  • Niereninsuffizienz: Dosisanpassung
  • DGRh Wechselwirkung 2023: Cotrimoxazol in antibiotischer Therapiedosis meiden; PJP-Prophylaxe mit 160/800 mg dreimal wöchentlich bei niedrig dosiertem MTX möglich; Interaktionen und Kontrollen
  • Dauer: etwa 3 Monate nach letzter CYC-bzw. 6 Monate nach letzter RTX-Gabe; bei fortbestehendem Risiko länger

Zum Steckbrief PJP-Prophylaxe

Monitoring und Sicherheit

Klinische Aktivität, Organschaden und Infektion getrennt erfassen; ANCA-/CD19-Verläufe ergänzen die Beurteilung.
Blutbild, Niere/Urin und organspezifische Parameter engmaschig kontrollieren; unter RTX/CYC zusätzlich IgG.
PJP-Prophylaxe
DGRh 2025: >15 mg/d Prednisolonäquivalent über >4 Wochen, RTX-Induktion oder CYC
Impfungen und Fertilität vor intensiver Immunsuppression
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Remission und Verlaufsbeurteilung

  • EULAR 2022-Remission: keine klinischen Zeichen/Symptome aktiver AAV, mit oder ohne Immunsuppression.
  • DGRh 2025 diskutiert ergänzend die ältere steroidbezogene Definition mit ≤7,5 mg Prednisolon/d. Dies ist eine obere Grenze, keine erforderliche Mindestdosis und keine Empfehlung, Steroide zum Erfüllen der Definition beizubehalten.
  • Bei aktiver Erkrankung engmaschig Klinik, Kreatinin/eGFR, Urinsediment/Proteinurie, BB, Entzündungswerte und organspezifische Parameter; BVAS kann Aktivität, VDI bleibenden Schaden strukturiert erfassen.
  • ANCA-Titer und CD19 allein steuern weder Eskalation noch RTX-Nachdosierung. Residualschaden und aktive Vaskulitis unterscheiden.
  • RTX/CYC: IgG vor und unter wiederholter Behandlung; bei RTX vor jedem Zyklus. Infektionen und mögliche verzögerte Zytopenien beachten.
  • Leukozytenkontrolle zum erwarteten Nadir, in der Regel 8–14 Tage nach CYC-Infusion; klinische/weitere Laborkontrollen zusätzlich nach Verlauf.

PJP-Prophylaxe

  • EULAR 2022: Trimethoprim/Sulfamethoxazol bei CYC oder RTX; auch bei geplanter GK-Therapie ≥30 mg/ d Prednisolonäquivalent über ≥4 Wochen; bei niedrigeren GK-Dosen zusätzliche Risiken berücksichtigen
  • DGRh 2025: Trimethoprim/Sulfamethoxazol bei >15 mg/d Prednisolonäquivalent über >4 Wochen, RTX-Induktion oder CYC
  • Dauer: etwa 3 Monate nach letzter CYC-bzw. 6 Monate nach letzter RTX-Gabe; bei Lymphopenie, Hypogammaglobulinämie oder weiteren Risiken länger

Infektionsprävention und Impfungen

  • Vor intensiver Immunsuppression aktive/latente Infektionen und insbesondere HBV prüfen; weitere Tests einschließlich TB nach Risiko und Substanz.
  • Impfstatus aktualisieren; unter RTX reduzierte Impfantwort berücksichtigen. Herpes-zoster-Indikationsimpfung mit adjuvantiertem Totimpfstoff ab 18 Jahren bei den definierten Risikokonstellationen.
  • Der entsprechende G-BA-Beschluss gilt seit 13.02.2026; GKV-Anwendung nach Schutzimpfungs-Richtlinie. Weitere Impfungen nach aktueller STIKO 2026, Lebendimpfungen unter relevanter Immunsuppression grundsätzlich gesondert prüfen.
  • GC-bedingte Osteoporose-, Stoffwechsel- und kardiovaskuläre Risiken behandeln; Fertilitätsprotektion vor CYC und reproduktionsmedizinische Beratung einplanen.

Induktionsregime: Dosisanpassung

Reduziertes PEXIVAS-Regime

Prednisolon p.o., mg pro Tag · Körpergewicht 75 kg: mittlere Spalte

Woche <50 kg 50–75 kg >75 kg
1 50 60 75
2 25 30 40
3–4 20 25 30
5–6 15 20 25
7–8 12,5 15 20
9–10 10 12,5 15
11–12 7,5 10 12,5
13–14 6 7,5 10
15–16 5 5 7,5
17–18 5 5 7,5
19–20 5 5 5
21–22 5 5 5
23–52 5 5 5
>52 Individuell Individuell Individuell

Cyclophosphamid: Alter und Nierenfunktion

DGRh 2025: i.v.-Pulsdosis

Alter Kreatinin <300 µmol/l Kreatinin 300–500 µmol/l
<60 Jahre 15 mg/kg 12,5 mg/kg
60–70 Jahre 12,5 mg/kg 10 mg/kg
>70 Jahre 10 mg/kg 7,5 mg/kg
  • Kreatinin >500 µmol/l: individuelles Zentrumsschema
  • Weitere Dosisanpassung: Nadir und Toxizität

Quellen und Links

  • EULAR recommendations for the management of ANCA-associated vasculitis: 2022 update. Hellmich et al.; Ann Rheum Dis 2024;83:30–47. Europäische Therapiestrategie; frühere Avacopan-Empfehlung regulatorisch überholt.
  • Diagnostik und Therapie der ANCA-assoziierten Vaskulitiden. S3-Leitlinie der DGRh und beteiligten Fachgesellschaften. Holle et al.; Z Rheumatol 2025;84(Suppl 1):S1–S49; AWMF 060-012.
  • KDIGO 2024 Clinical Practice Guideline for the Management of Antineutrophil Cytoplasmic Antibody (ANCA)–Associated Vasculitis. Kidney Int 2024;105(3S):S71–S116. Renale Ergänzungen; frühere Avacopan-Empfehlung regulatorisch überholt.
  • 2022 American College of Rheumatology/European Alliance of Associations for Rheumatology Classification Criteria for Granulomatosis With Polyangiitis.
  • 2022 American College of Rheumatology/European Alliance of Associations for Rheumatology Classification Criteria for Microscopic Polyangiitis.
  • Bewertung von Wechselwirkungen und Dosierungsempfehlungen von synthetischen DMARDs – Evidenz- und konsensbasierte Empfehlungen auf Basis einer systematischen Literatursuche. Fiehn et al.; Z Rheumatol 2023;82:151–162.
  • Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut 2026. Konsolidierte Fassung, Version 5 vom 09.07.2026.
  • DGRh/AWMF S3: Diagnostik und Therapie der ANCA-assoziierten Vaskulitiden, AWMF 060-012, Version 1.1. Deutsche Empfehlungen; bereitgestellte Zeitschriftenfassung 2025.
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